ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2003Krankenhaus-Barometer: Mangel an Geld und Ärzten

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Krankenhaus-Barometer: Mangel an Geld und Ärzten

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): A-661 / B-565 / C-533

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LNSLNS Hälfte der Krankenhäuser schätzt ihre Situation als unbefriedigend ein.
Die Krankenhäuser beklagen einen Mangel an Geld und an Ärzten. Dem aktuellen „Krankenhaus-Barometer“ vom Herbst 2002 ist zu entnehmen, dass sich der finanzielle Druck ebenso weiter verschärft wie das Problem, offene Stellen zu besetzen. An der Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts beteiligten sich 40 Prozent der 2 239 deutschen Krankenhäuser.
Mehr als die Hälfte (50,5 Prozent) der Krankenhäuser schätzt ihre derzeitige wirtschaftliche Situation als unbefriedigend ein (2001: 31,3 Prozent). Auch für das laufende Jahr sind viele Krankenhäuser pessimistisch: 68 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre wirtschaftliche Situation gegenüber dem Vorjahr eher verschlechtern wird (2001: 42 Prozent). Die Umfrage belege die schlechte Stimmung in den Krankenhäusern, sagte Dr. Burghard Rocke, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Ursache sei die strikte Budgetierung. Verschärfend wirkten die von der Bundesregierung verordnete „Nullrunde“ und die nur unzureichend refinanzierten Tarifsteigerungen.
Neben finanziellen Engpässen kämpfen viele Krankenhäuser mit dem zunehmenden Ärztemangel. 49 Prozent geben an, offene Stellen nicht besetzen zu können. Sind in den alten Bundesländern „nur“ 43 Prozent der Krankenhäuser betroffen, haben in den neuen Bundesländern 80 Prozent Probleme bei der Besetzung offener Stellen.
Davon ausgehend, dass der zunehmende Ärztemangel die Folge schlechter Arbeitsbedingungen ist, versuchen viele Krankenhäuser Anreize zu setzen. Die meisten locken mit Teilzeitbeschäftigung (67 Prozent), gefolgt von besonderen Fort- und Weiterbildungskonzepten (44 Prozent), innovativen Arbeitszeitmodellen (32 Prozent) und sozialen Leistungen. Sieben Prozent bieten eine übertarifliche Bezahlung an.
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