ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2003Gala für die Deutsche Aids-Stiftung

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Gala für die Deutsche Aids-Stiftung

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): A-721 / B-612 / C-575

Juds, Bernd

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Staraufgebot mit ernster Note in der Deutschen Oper Berlin. Bei der alljährlich festlichen Gala der Deutschen Aids-Stiftung beklagte Hausherr Udo Zimmermann „Entfremdung, Verdinglichung, Missachtung der Nächstenliebe, Terror und Gewalt“. Das Berliner Publikum feierte die Ohrwurm-Präsentatoren – allen voran Thomas Quasthoff, der das „Lied an den Abendstern“ aus „Tannhäuser“ geradezu himmlisch gestaltete. Ovationen auch für Violeta Urmana und ihre „Maskenball“-Arie, für Alberto Cupido und seinen siegesbewusst strahlenden Schlusston von „Nessun dorma!“ und Maria Zampieris kühn vorgetragenes Glanzstück „Ebben, ne andrò“ aus Catalanis selten zu hörender „La Wally“. Überraschung des Abends: die Baltsa – im tizianroten Haar mit Handmikro. Sie interpretierte nuancenreich ein ideenarmes Schnulzen-Chanson von Mikis Theodorakis.
Zum letzten Mal moderierte Vicco von Bülow den Abend: Noch einmal nahm er die Gewerkschaft ver.di als Verdi-Promoter aufs Korn, empfahl verfremdungssüchtigen „heutigen Ausstattern“ (lauter Beifall) die originalen Bühnenbild-Anweisungen der Libretti und erklärte der Spaßgesellschaft, dies Land sei gewiss „kein Land des Lächelns“. In einer kurzen fundierten Rede wandte sich Jürgen E. Schrempp, der Vorsitzende der „Global Busi-ness Coalition on HIV/Aids“ (und DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzende), an das Nobelpublikum und rief zu einer „gemeinsamen Offensive“ gegen die neue Geißel der Menschheit auf: „Während meiner Rede haben sich 100 Menschen neu infiziert, 70 starben – und Kinder in 50 Familien verloren ihre Eltern.“
Spenden an die Aids-Stiftung: WestLB Köln, Konto 4 000,
BLZ 370 500 00. Bernd Juds
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