ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2003Apotheken: Entlassungen drohen

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Apotheken: Entlassungen drohen

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): A-662

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Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung Ende Januar in Rostock Foto: dpa
Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung Ende Januar in Rostock Foto: dpa
Abschaffung des Beitragssatzsicherungsgesetzes gefordert
Nahezu jeder Siebte der 140 000 Arbeitsplätze in deutschen Apotheken ist gefährdet. Das ist das Ergebnis einer Befragung von 6 700 Apothekern durch den Deutschen Apothekerverband. Ursache für die drohende Entlassungswelle sei das von der Bundesregierung durchgesetzte Beitragssatzsicherungsgesetz, erklärte der Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Hans-Günter Friese, in Berlin.
Friese wies darauf hin, dass der pharmazeutische Großhandel die von ihm abverlangten Einsparungen auf die Apotheken abwälze. Schon jetzt stünden viele vor dem finanziellen Aus. Obwohl die Apotheken ursprünglich nur mit 350 Millionen Euro an den Rabatten zugunsten der gesetzlichen Krankenkassen beteiligt werden sollten, sähen diese sich nun einer Mehrbelastung von 900 Millionen Euro ausgesetzt.
Bei der Abstimmung im Bundestag hatten zahlreiche SPD-Abgeordnete dem Gesetz nur unter Vorbehalt zugestimmt. So sollen die tatsächlichen Folgen der Zwangsrabatte für die Apotheken im Laufe dieses Jahres überprüft werden. Auf einem außerordentlichen Apothekertag am 19. März in Berlin wollen die Apotheker strittige Punkte mit Ge­sund­heits­mi­nis­terin Schmidt diskutieren.
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