Supplement: Praxis Computer

PC-Projekt im Kampf gegen Pocken

Dtsch Arztebl 2003; 100(11): [17]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Die Firmen United Devices, IBM, EvotecOAI und der Software-Entwickler Accelrys unterstützen das US-Verteidigungsministerium im Kampf gegen Pocken. Die tödliche Krankheit wurde zwar 1980 ausgerottet, es wird aber befürchtet, dass sie durch Bioterror wieder auftauchen könnte.
Das Forschungsprojekt wird mit mehr als zwei Millionen PCs die Oxford University (www.ox.ac.uk) auf der Suche nach einer Pocken-Behandlung unterstützen. Kooperative PC-User können sich die Software auf der Website www.grid.org/home.htm herunterladen.
Das Forschungsprojekt „Smallpox Research Grid Project“ ist ein Beispiel für das Grid-Computing („verteiltes Rechnen“), bei der Rechen- und Speicherressourcen einzelner Computer effizient genutzt werden. PC-User stellen dabei ihre Computer in Leerlaufzeiten zur Berechnung von Daten zur Verfügung. In dieser Zeit werden Moleküle im Kontext mit Pocken analysiert. Über die Computer erfolgt ein Screening nach chemischen Bestandteilen, die das Pockenvirus behindern. Die Substanz soll als potenzielles Mittel gegen Pocken getestet werden. Die britischen Forscher wollen 35 Millionen Moleküle scannen, um zu sehen, ob sie im Virus präsente Proteine blockieren und damit funktionslos machen. Im Zentrum steht ein Schlüsselenzym, das das Virus zur Replikation verwendet. Durch einen Angriff auf diesen „Schwachpunkt“ könnte die Vermehrung des Virus im Körper aufgehalten werden.
Die Oxford University hat bereits Erfahrung mit Grid-Computing. In ähnlichen Projekten suchten die Forscher nach Molekülen im Zusammenhang mit Anthrax und Krebs. KBr
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