ArchivDeutsches Ärzteblatt43/1996Risikoprofil der Antirheumatika

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Risikoprofil der Antirheumatika

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LNSLNS Unter der Einnahme nichtsteroidaler Antirheumatika ist mit gastrointestinalen Nebenwirkungen, insbesondere Blutungen und Ulkusbildung zu rechnen.
Die Autoren werteten 12 klinische Studien über gastrointestinale Komplikationen aus; dabei erwies sich Ibuprofen als die Substanz mit dem geringsten Ulkusrisiko, gefolgt von Diclofenac, während Azapropazon, Tolmetin, Ketoprofen und Piroxicam das höchste Komplikationsrisiko aufwiesen.
Indomethazin, Naproxen, Sulindac und Aspirin nahmen eine intermediäre Position ein. Allerdings gilt das niedrige Risiko für gastrointestinale Komplikationen von Ibuprofen nur für Dosen bis 1 200 Milligramm; bei höheren Dosen nähert sich das Risiko dem der anderen nichtsteroidalen Antirheumatika.
Die Autoren empfehlen, beim Einsatz nichtsteroidaler Antirheumatika eine möglichst niedere Dosis zu wählen, um das Risiko gastrointestinaler Komplikationen zu minimieren. w


Henry D, Lim LL-Y, Rodriguez LAG et al.: Variability in risk of gastrointestinal complications with individual non-steroidal anti-inflammatory drugs: results of a collaborative meta-analysis. BMJ 1996; 312: 1563–6
Centre for Clinical Epidemiology and Biostatistics, Faculty of Medicine and Health Sciences, University of Newcastle, New South Wales, Australien

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