ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2003Hospize: Intensive Begleitung

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Hospize: Intensive Begleitung

Dtsch Arztebl 2003; 100(12): A-736 / B-628 / C-588

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Dreimal mehr Mitarbeiter kümmern sich in Hospizen um die Patienten als in Krankenhäusern. Dennoch sind sie deutlich kostengünstiger. Foto: KNA
Dreimal mehr Mitarbeiter kümmern sich in Hospizen um die Patienten als in Krankenhäusern. Dennoch sind sie deutlich kostengünstiger. Foto: KNA
Krankenversicherer warb in Berliner Einrichtung für die Hospizidee.
Dreimal mehr Mitarbeiter kümmern sich im Schnitt in Sterbehospizen um die Patienten als in Krankenhäusern. Trotz dieses Personalaufwands sind die Hospize deutlich kostengünstiger als ein Kranken­haus­auf­enthalt. Bei Privatpatienten habe man in der Klinik mit einem Tagespflegesatz von etwa 600 Euro täglich zu rechnen, in Hospizen nur mit etwa 230 Euro, rechnete Dr. jur. Jan Boetius, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kran­ken­ver­siche­rung (DKV), vor.
Von den privaten Kran­ken­ver­siche­rungen übernimmt nach eigenen Angaben bisher nur die DKV Hospizkosten in voller Höhe. Bei gesetzlich Versicherten zahlen Krankenkasse und Pflegeversicherung 80 Prozent, zehn Prozent übernimmt der Hospizträger, weitere zehn Prozent sind selbst beizusteuern. Im Lazarus-Hospiz in Berlin werden jeweils 16 unheilbar kranke, meist alte Menschen in ihren letzten Lebenswochen betreut. Die Einrichtung besteht seit 1999. Jährlich werden dort etwa 120 Sterbende aufgenommen. 40 ehrenamtliche Helfer begleiten seit 1990 Sterbende in ihrer Wohnung.
„Die Hospizbewegung muss zum Regelfall werden“, forderte Dr. Wolfgang Huber, Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg bei einer Pressekonferenz in Berlin. Von der Politik verlangte Huber, den Hospizgedanken zu fördern. Zurzeit gibt es in Deutschland 125 Hospize mit 2 000 Plätzen.
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