ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2003Tick-borne Diseases: Zecken schnell entfernen, um FSME-Risiko zu senken

POLITIK: Medizinreport

Tick-borne Diseases: Zecken schnell entfernen, um FSME-Risiko zu senken

Dtsch Arztebl 2003; 100(12): A-752 / B-639 / C-599

EB

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LNSLNS Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist die bedeutendste durch Zecken übertragene Viruserkrankung Europas. In Deutschland erkranken jährlich etwa 250 Personen an FSME, rund 30 Prozent davon schwer. Zehn Prozent aller Patienten weisen bleibende, teilweise schwerste neurologische Schäden auf. Zwei Prozent der Patienten sterben daran. Neue Forschungsergebnisse, die im Rahmen des „International Potsdam Symposium on Tick-borne Diseases“ im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vorgestellt wurden, deuten nun darauf hin, dass – ähnlich wie bei der Lyme-Borreliose – das Infektions-Risiko der FSME mit der Dauer der Blutmahlzeit der Zecke am Menschen steigt.
Um den Durchseuchungsgrad der Zecken mit FSME-Viren zu bestimmen und entsprechende Risikogebiete festzulegen, werden Zecken aus ausgewählten Gebieten auf diese Viren untersucht. Am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin geschieht dies im dort angesiedelten Referenzlaboratorium für durch Zecken übertragene Krankheiten. In den letzten Jahren beobachteten die Wissenschaftler einen Rückgang der Durchseuchungsraten von Zecken: Während 1997 noch bei fünf Prozent der „erwachsenen“ Zecken im Schwarzwald und in der Umgebung von Passau FSME-Viren nachgewiesen werden konnten, lagen die Werte in den letzten Jahren nur noch bei einem Prozent. Umso überraschender ist das Ergebnis einer neuen Studie des Referenzlaboratoriums in Zusammenarbeit mit einem Labor in Passau. Danach wird der Durchseuchungsgrad von erwachsenen Zecken, die bereits am Menschen gesogen haben, im Passauer Raum für das Jahr 2001 mit fast zehn Prozent beziffert. Die Viruslast der erwachsenen Zecken, die noch nicht am Menschen gesogen haben, lag dagegen bei dem erwarteten Wert von rund einem Prozent. EB

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