ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2003Personalien: Das weckt Erinnerungen

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Personalien: Das weckt Erinnerungen

Dtsch Arztebl 2003; 100(12): A-764 / B-650 / C-610

Metzner, Karl Hans

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LNSLNS . . Verhängnisvoll war seine Arbeitsgemeinschaft Deutscher Gruppenpraxen e.V., ein Verein, der mit Gruppenpraxen nichts gemein hatte, sondern ein Verschleierungsbegriff für die von Britz favorisierten Laborgemeinschaften war. Der Idee echter Gruppenpraxen hat er eher Abbruch getan. Die wollte ohnehin außer Hartmannbund und NAV niemand in der Bundesrepublik entstehen sehen. Die KBV hat zwar in den 70er-Jahren einige Informationsreisen in die USA organisiert, die KV-Vorsitzenden und -Geschäftsführern Gelegenheit gaben, die verschiedenen Arten von Gruppenpraxen kennen zu lernen, die aber im
Wesentlichen dazu dienten, negative Vorurteile zu festigen. In Washington wurde neben einer kleineren Gruppenpraxis eine Gruppenpraxis für Beamte besucht, die nach dem Prepaid-System arbeitete, was eine strenge Kostenkontrolle und Indikationsstellung für zu erbringende Leistungen zur Folge hatte. Die Gruppe stellte auch die stationäre Versorgung sicher. Interessante Informationen in Phoenix, in Arizona, z. B. über das „problemorientierte Krankenblatt“. Interessant auch die Ochsner-Klinik in New Orleans, die über 80 Ärzte umfasste. Ebenso die Palo-Alto-Klinik in Kalifornien, die der Universität angegliedert ist. Es gab so vieles zu lernen, das man rechtzeitig in der Bundesrepublik hätte umsetzen können, z. B. Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern, Belegarzt-System, ra-
tionelle Nutzung von Geräten und vieles mehr, was eine Menge der heutigen Probleme hätte verhindern können. – Aber so blieb es eine interessante Studienreise für die Teilnehmer.
Dr. med. Karl Hans Metzner, Schwarzwaldstraße 11, 66129 Mainz
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