ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2003Sprachideologie: Hülsensammlung
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LNSLNS Auf den Hülsencharakter vieler Worte haben Sie gut hingewiesen. Doch ist das DÄ der Hülsenbildung selbst aufgesessen, indem es noch immer das Wort „Gesundheitsreform“ verwendet. Denn was wäre an Gesundheit zu reformieren?
Gibt’s etwa noch eine Steigerung von Gesundheit? Bin nur ich ihr nicht begegnet? Deutsche Sprache, schwere Sprache?
Doch weist diese Wortschöpfung deutlich auf die Hülsensammlung in den Köpfen von uns allen hin. Denn wie oft haben wir schon über dieses Un-Wort gedankenlos hinweggelesen? Oder es selbst gar verwendet und nicht gemerkt, dass wir Hülsen-Früchte erzeugten. Am Anfang war die Gesundheitsreform. Und dann kam die babylonische Vielfalt der Worthülsen. All überall in den PISA-Köpfen sah man goldene Lichtlein blitzen . . .
Jürgen Schlee,
Bahnhofstraße 9, 31675 Bückeburg
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