ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2003E-Health und die Folgen

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E-Health und die Folgen

Dtsch Arztebl 2003; 100(12): A-769 / B-653 / C-613

Tautz, Frederik

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LNSLNS E-Health
Folgen für die Arzt-Patient-Beziehung
Frederik Tautz: E-Health und die Folgen. Wie das Internet die Arzt-Patient-Beziehung und das Gesundheitssystem verändert. Campus Verlag, Frankfurt/New York, 2002, 232 Seiten, brosch., 29,90 €
Das Internet bietet sowohl massenmediale Funktionen, wie beispielsweise die Möglichkeit, über das Netz effizient eine große Öffentlichkeit zu erreichen, als auch Möglichkeiten der interpersonalen Kommunikation, wie zum Beispiel den Austausch von E-Mails. Darüber hinaus ist das Internet das erste Massenmedium, bei dem praktisch jeder Nutzer über die passive Empfängerrolle hinaus auch als aktiver Sender von Informationen auftreten kann. Auf der Basis mediensoziologischer und kommunikationswissenschaftlicher Forschung erläutert der Autor des Buches fundiert, wie sich diese beiden Funktionen auf die Gesundheitskommunikation auswirken und welche Veränderungen der Gesundheitssysteme sich dadurch möglicherweise ergeben werden oder bereits eingesetzt haben.
Vor allem für die Arzt-Patient-Beziehung eröffnet das Internet neue Chancen. So sind Gesundheitsinformationen über das Internet für die Bevölkerung besser und länger verfügbar. Besser informierte Patienten können mehr Selbstbestimmung und Selbstverantwortung übernehmen und in Partnerschaft mit den Ärzten treten. Gleichzeitig prognostiziert der Autor eine neue Qualität in der Selbsthilfe. Zusätzlich zur Information über Datenbanken und Fachpublikationen etablieren sich Online-Selbsthilfegruppen, die den Patienten das Wissen vermitteln, das diese für eine informierte Entscheidung in Behandlungsfragen benötigen.
Als dringendstes Problem der Vermittlung medizinischer Informationen beschreibt der Autor die Frage nach der Qualität der Inhalte im Internet und die damit verbundenen Risiken. Die abschließenden Kapitel geben Hinweise auf Handlungsfelder in Forschung und Politik, um die Entwicklungen zu steuern und den Chancen und Risiken von E-Health Rechnung zu tragen. Eine umfangreiche Literaturliste rundet das empfehlenswerte Buch ab. Heike E. Krüger-Brand
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