ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2003Osteopenie und Osteoporose bei Morbus Crohn

MEDIZIN: Referiert

Osteopenie und Osteoporose bei Morbus Crohn

Dtsch Arztebl 2003; 100(12): A-790 / B-666 / C-626

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LNSLNS Bis zu 40 Prozent aller Patienten mit Morbus Crohn weisen Probleme mit dem Knochenstoffwechsel auf; die zunehmende Fragilität des Knochens führt nicht selten zu Wirbelkompressionsfrakturen.
Die Autoren berichten über eine prospektive Studie an 168 Patienten mit Morbus Crohn, bei denen gezielt Knochendichtemessungen vorgenommen wurden. 40 Prozent wiesen eine Osteopenie des Femurs und 45 Prozent eine Osteopenie der Wirbelsäule auf. 10 beziehungsweise 11 Prozent der Veränderungen wurden als Osteoporose deklariert. Von 40 Patienten, bei denen nie Steroide eingesetzt wurden, wiesen 48 Prozent eine Osteopenie des Femurs und 30 Prozent eine Osteopenie der Wirbelsäule auf. Signifikante Assoziationen fanden sich mit Alter, Body-Mass-Index und Serum-Magnesium, wohingegen die Einnahme von Steroiden und die Dauer der Erkrankung nicht mit der Knochendichte korrelierten.
Während einer zweijährigen Verlaufsbeobachtung nahm die Knochendichte im Femur, nicht jedoch in der Wirbelsäule ab. Krankheitsaktivität, systemische Entzündungsreaktionen wie hormonelle und genetische Faktoren scheinen für den Knochenverlust bei Morbus Crohn in erster Linie verantwortlich zu sein. w

Habtezion A, Silverberg MS, Parks R et al.: Risk factors for low bone density in Crohn’s disease. Inflammatory Bowel Diseases 2002; 8: 87–91.

Dr. A. H. Steinhart, Room 445, Mount Sinai Hospital, 600 University Avenue, Toronto, Ontario M5G 1X5, Kanada, E-Mail: hsteinhard@mt.sinai.on.ca

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