ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2003Graffiti: Gegen Schäden versichern

Versicherungen

Graffiti: Gegen Schäden versichern

Dtsch Arztebl 2003; 100(12): [74]

rco

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Die professionelle Beseitigung von Wandschmierereien kostet viel Geld. Foto: dpa
Die professionelle Beseitigung von Wandschmierereien kostet viel Geld. Foto: dpa
Kunst oder Vandalismus? Die Meinungen über Graffiti gehen auseinander. Handelt es sich um „Kunst aus der Spraydose“, müsste man sie erhalten. In der Regel werden die Aktionen der meist unbekannten Sprayer als Schmierereien und Vandalismus angesehen. An Gebäuden verursachen die Schmierereien Schäden in Milliardenhöhe. Allein die Deutsche Bahn AG rechnet mit jährlich 20 Millionen Euro an Kosten, um die Graffiti zu beseitigen.
Da die Aufklärungsquote der Polizei bei Sachbeschädigungen durch Graffiti nur bei rund 40 Prozent liegt, macht es Sinn, dass sich Hausbesitzer vor dem wirtschaftlichen Schaden absichern. Denn es gibt Versicherungen gegen die Schmierereien, die innerhalb der Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden können. Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten schätzt, dass mehr als 90 Prozent aller Hauseigentümer nicht gegen Graffiti-Schäden versichert sind. In der Regel sei ihre Beseitigung weder in der Hausrat- noch in der Gebäudeversicherung enthalten. Ausnahmen: die Thuringia/Generali und die DBV-Winterthur. In der Wohngebäudeversicherung Komfort plus der Thuringia sind beispielsweise Graffiti-Schäden bis zu einer Höhe von
10 000 Euro mitversichert.
Bei den Graffiti-Versicherungen gibt es große Preisunterschiede. Sehr hilfreich können die Verbraucherzentralen sein. Sie halten Prämien-übersichten bereit. rco
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