ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2003Vergleichstests: Auf Anlagemix achten

Versicherungen

Vergleichstests: Auf Anlagemix achten

Dtsch Arztebl 2003; 100(12): [74]

Combach, Rolf

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LNSLNS Vergleiche von Versicherungsprodukten haben Hochkonjunktur. Die Tests sollen dem Verbraucher helfen, die individuell beste Altersvorsorge zu finden. Dabei steht der Einzelne häufig vor der Frage: Auf welche Kriterien sollte er bei solchen Ratings besonders achten?
Mögliche Antworten auf diese Frage gab es bei einem Workshop der Allianz Lebensversicherung in München. „Auf lange Sicht ist für den Kunden die Finanzkraft des gewählten Anbieters von entscheidender Bedeutung“, sagte Maximilian Zimmerer, Vorstand bei der Allianz Leben. Merkmale hierfür seien vor allem die Bewertungsreserven. Durch den Auf- und Abbau von Reserven könne eine Lebensversicherungsgesellschaft Kapitalmarktrisiken, wie sie derzeit bestehen, für die Kunden glätten und weitgehend stabile Renditen sicherstellen. Der mögliche Ausgleich der Kapitalmarktrisiken über die Zeit sei ein wesentliches Leistungsmerkmal der Lebensversicherung, das sie für die Altersvorsorge besonders geeignet und deshalb attraktiv mache.
Das Argument: Versicherungsunternehmen, die über ausreichend Reserven verfügen, können den Kunden auch in einer anhaltenden Niedrigzinsphase oder einer längeren Aktienbaisse immer noch relativ hohe Überschüsse gutschreiben. Wer große Reserven hat, kann mit weniger Risiko in Aktien investieren. Kommt es zu Kursstürzen an den internationalen Aktienmärkten (wie in den letzten Jahren), können Verluste mithilfe der Bewertungspuffer aufgefangen werden.
Die Verbraucher sollten beim Studieren der Vergleichstests und bei der Auswahl der Lebensversicherung deshalb besonders auf die Struktur der Kapitalanlage achten. Die Rendite wird wesentlich durch den Anlagemix, also die Aufteilung in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Immobilien, bestimmt. Rolf Combach
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