ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2003Kraftfahrzeugversicherung: Fristen einhalten

Versicherungen

Kraftfahrzeugversicherung: Fristen einhalten

Dtsch Arztebl 2003; 100(12): [75]

rco

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LNSLNS Wer einen Unfall verursacht, muss seiner Versicherung den Schaden innerhalb einer Woche schriftlich melden. Ausgenommen von dieser Regelung sind in der Kraftfahrzeughaftpflicht- und in der Vollkaskoversicherung so genannte Kleinschäden. Je nach Versicherer gelten 250 Euro oder 500 Euro als Kleinschadengrenze. Wer im Laufe eines Jahres einen oder mehrere solcher Bagatellunfälle verursacht und die Reparaturkosten für das beteiligte (Haftpflicht) oder das eigene Fahrzeug (Kasko) auslegt, kann einen Anspruch auf Kostenerstattung bis zum 31. Dezember eines Jahres geltend machen. Dezemberschäden müssen bis 31. Januar des nächsten Jahres gemeldet werden.
Zu beachten ist: Für die Rückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt ist nicht die Höhe der Schäden, sondern die Zahl der Unfälle entscheidend. Mehrere kleine Unfälle ergeben also einen höheren Rabattverlust als ein großer Schaden. Autofahrer, die zwei oder mehr Schäden verursachten, sollten sich deshalb von ihrer Versicherung ausrechnen lassen, was für sie günstiger ist: alle Schäden zu melden, nur den teuersten Schaden zu melden und die billigeren selbst zu bezahlen oder alle Schäden selbst zu bezahlen.
Wer einen Unfall bereits regulieren ließ, kann unter bestimmten Umständen seiner Haftpflichtversicherung die Unfallkosten zur Erhaltung seines Rabatts zurückzahlen. Dabei gilt zu beachten: Hat die Haftpflichtversicherung weniger als 500 Euro an Entschädigungsleistung erbracht, muss sie ihren Versicherungsnehmer nach Abschluss der Regulierung über die Höhe des ausgezahlten Betrags unterrichten. Nach Zugang dieser Mitteilung hat der Autofahrer sechs Monate Zeit, seiner Versicherung die Kosten zu erstatten, damit die Rückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt vermieden beziehungsweise korrigiert werden kann. rco
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