ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2003Gendiagnostik: Regelung von Gentests

AKTUELL

Gendiagnostik: Regelung von Gentests

Dtsch Arztebl 2003; 100(13): A-809 / B-685 / C-641

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Gendiagnostik: Freiwillig und mit Zustimmung des Betroffenen Foto: Grabowsky
Gendiagnostik: Freiwillig und mit Zustimmung des Betroffenen
Foto: Grabowsky
Die Union bringt einen Antrag in den Bundestag ein.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, den bereits in der vergangenen Legislaturperiode vorgelegten Gesetzentwurf zur Regelung der Gendiagnostik in Deutschland vorzulegen. Dazu hat die Fraktion einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht. Danach sollen Gentests nur bei Vorliegen der „freien und informierten, schriftlichen Zustimmung des Betroffenen zulässig sein“. Besonders hohe Schutzstandards seien bei Minderjährigen und Nichteinwilligungsfähigen erforderlich. Gentests sollten außerdem einem Arztvorbehalt unterstellt werden „und den veranlassenden Arzt verpflichten, vor jedem prädiktiven, pränatalen oder der Familienplanung dienenden genetischen Test die betroffene Person umfassend aufzuklären“, heißt es im Antrag. Zum Schutz von Arbeitnehmern und Versicherten bedürfe es eines generellen Verwertungsverbotes von genetischen Befunden. Die Union fordert außerdem die Einrichtung einer zentralen Gendiagnostik-Kommission, die unter anderem „Fälle von genetischer Stigmatisierung und Diskriminierung“ sammeln und dem Bundestag regelmäßig Berichte vorlegen soll.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema