ArchivDeutsches Ärzteblatt43/1996Selen unterstützt physikalische Therapie des Lymphödems

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Selen unterstützt physikalische Therapie des Lymphödems

Korzilius, Heike

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LNSLNSLNSLNS Die Gabe von Natriumselenit als flankierende Maßnahme kann die Behandlung von Lymphödemen sinnvoll unterstützen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der österreichische Arzt Dr. Renato Kasseroller auf dem 45. Deutschen Ärztekongreß in Berlin vorgestellt hat. An der Studie nahmen 84 Patientinnen und Patienten teil, die, meist nach einem chirurgischen Eingriff im Rahmen einer onkologischen Behandlung, an einem chronischen Lymphödem litten. Der Studie zufolge unterstützt Selen die Ausschwemmung des Lymphödems und das Ausheilen des Erysipels. Das Natriumselenit wurde als Selenase®-Trinkampulle nüchtern in der ersten Woche in einer Dosis von 1 000 mg/d, danach mit 300 mg/d verabreicht. In der niedrigen Tagesdosis von 300 mg über längere Zeit eingenommen, verhindert Selen das Auftreten von Rezidiven. So hatten nach fünf Monaten 50 Prozent der unbehandelten, aber keine der behandelten Patientinnen ein Rezidiv erlitten. Außerdem erspart die Gabe von Selen die Antibiotikaprophylaxe, die gelegentlich angesetzt wird, um Infektionen des immungeschwächten, ödematösen Gewebes vorzubeugen. Die begleitende Selen-Therapie verbesserte zudem den Zustand der Haut, die durch die starke Spannung, unter der das Gewebe steht, häufig fibrös verdickt, derb und hyperkeratotisch wird. Nebenwirkungen wurden in keinem Fall beobachtet. HK
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