ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2003GKV: Unzufriedene Versicherte

Versicherungen

GKV: Unzufriedene Versicherte

Dtsch Arztebl 2003; 100(13): [83]

Combach, Rolf

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LNSLNS Laut einer repräsentativen Befragung durch das Emnid-Institut im Auftrag der Continentale Kran­ken­ver­siche­rung ist die Zufriedenheit der Deutschen mit dem Gesundheitssystem deutlich zurückgegangen. Den Preis des Gesundheitswesens bemängeln 53 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten. Im Vorjahr waren es noch sieben Prozent weniger. Bereits ein Drittel musste den Angaben zufolge Leistungseinschränkungen in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) hinnehmen.
In Bezug auf die Leistungen des Gesundheitswesens sind 39 Prozent der GKV-Versicherten unzufrieden. Hingegen sind 74 Prozent der privat Krankenversicherten mit den Leistungen ihrer Kran­ken­ver­siche­rung zufrieden; 59 Prozent sind auch mit dem Preis einverstanden. Dass in der GKV Leistungskürzungen vorgenommen wurden, ist den Versicherten bekannt. Jedoch herrscht Unwissen über die Bereiche. Viele GKV-Versicherte denken über Zusatzversicherungen nach: 81 Prozent interessieren sich für Policen im Bereich Zahnersatz, 80 Prozent in Bezug auf Vorsorgeuntersuchungen, und 75 Prozent erwägen, sich die freie Krankenhauswahl per Zusatzpolice zu sichern. 53 Prozent der GKV-Versicherten sind der Ansicht, dass eine Zusatzversicherung notwendig ist, um als gesetzlich Krankenversicherter gut versorgt zu sein.
30 Prozent der Befragten würden in die Private Kran­ken­ver­siche­rung wechseln, wenn sie die Möglichkeit hätten. Besonders bei jüngeren Menschen ist die Wechselbereitschaft hoch: 41 Prozent der Befragten im Alter von unter 40 Jahren streben einen Wechsel an. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wechselbereitschaft ab. Nur zwölf Prozent der Befragten über 60 Jahre wäre lieber privat versichert. Rolf Combach
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