ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2003Sport im Jugendalter: Fitness lässt weiter nach

AKTUELL

Sport im Jugendalter: Fitness lässt weiter nach

Dtsch Arztebl 2003; 100(14): A-877 / B-741 / C-693

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Kinder, die drei oder mehr Stunden Schulsport haben, schnitten bei allen Übungen besser ab. Foto: dpa
Kinder, die drei oder mehr Stunden Schulsport haben, schnitten bei allen Übungen besser ab. Foto: dpa
Daten zum Bewegungsstatus besorgniserregend
Die Fitness 6- bis 18-Jähriger verschlechtert sich stetig. „Kinder haben heute im Vergleich zur vorherigen Generation weniger Kraft und körperliche Geschicklichkeit“, sagte Claus Thomann, Schulleiter eines Düsseldorfer Gymnasiums. Seine Schüler beteiligten sich an einem Bewegungstest, den die AOK, der Deutsche Sportbund (DSB) und das Wissenschaftliche Institut der Ärzte Deutschlands entwickelt haben. Neben einer sportmotorischen Leistungsüberprüfung werden die Kinder über Einstellungen und Verhaltensweisen zum Thema „Bewegung und Sport“ befragt. Bundesweit beteiligten sich bisher 20 000 Schüler.
Verglichen mit Daten von 1995, ist die körperliche Leistungsfähigkeit der 10- bis 14-Jährigen bei den Jungen um 20 Prozent und bei den Mädchen um 26 Prozent gesunken. Bei allen Übungen schnitten diejenigen besser ab, die drei oder mehr Stunden Schulsport haben. Die meisten Schüler (63 Prozent) haben jedoch maximal zwei Stunden Sport in der Woche. Dagegen belegt die Untersuchung, dass sich 45 Prozent der Kinder wünschen, mehr Sport zu treiben. Manfred von Richthofen, Präsident des DSB, forderte deshalb Vereine und Schulen auf, enger zu kooperieren. Vereinsmitglieder schneiden beim Bewegungscheck besser ab.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie der Gmünder Ersatzkasse mit der Universität Würzburg. 2 000 Kinder wurden einem Fitnesscheck unterzogen. Defizite zeigten sich bei Übungen zum Gleichgewichtssinn und zur Reaktionsfähigkeit.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema