ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2003Bundesratsbeschluss: PSA-Test – Ziel ist Regelleistung

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Bundesratsbeschluss: PSA-Test – Ziel ist Regelleistung

Dtsch Arztebl 2003; 100(14): A-878

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LNSLNS Die Länder verweisen auf Vorteile der neuen Untersuchungsmethode.
Der Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen soll die prostataspezifische Antigen-Testung (PSA) als Regelleistung der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) in die Richtlinien über die Früherkennung von Krebserkrankungen aufnehmen. Dazu soll ihn die Bundesregierung nach einem Beschluss des Bundesrats auffordern. Ein entsprechender Antrag des Saarlands wurde angenommen. Nach Auffassung der Länderkammer reicht die bisherige rektale Abtastung der Prostata nicht aus. Die PSA-Testung sei eine viel genauere Untersuchungsmethode.
Was die Kosten anbelangt, so verweist der Bundesrat darauf, dass die Aufwendungen je Test derzeit bei rund 25 Euro liegen. Würde sich etwa die Hälfte aller über 45-Jährigen einem Test unterziehen, kämen auf die GKV Kosten von 80 Millionen Euro zu. Bliebe es dabei, dass sich 20 Prozent der Männer bei einer Vorsorgeuntersuchung dem PSA-Test unterziehen, lägen die Ausgaben bei 36 Millionen Euro. Dieser finanzielle Aufwand sei jedoch gering im Vergleich zu den Behandlungskosten, die für Patienten mit fortgeschrittenem Erkrankungsbild entstünden.
Dem Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin zufolge liegen jedoch noch keine aussagekräftigen Studien zum Nutzen des PSA-Tests vor.
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