ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2003Prämienerhöhung: Die Ärzte selbst haben es in der Hand

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Prämienerhöhung: Die Ärzte selbst haben es in der Hand

Dtsch Arztebl 2003; 100(14): A-905 / B-764 / C-715

Landgraf, Lothar

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LNSLNS Die Vereinte Kran­ken­ver­siche­rung AG gehört bereits seit 1996 zur Allianz Gruppe – als deren längst etablierter privater Krankenversicherer. Die – rechtlich gesehen – reine Namensänderung bei gleichzeitiger Wahrung der gesellschaftsrechtlichen Identität war lediglich der logische Abschluss der vollständigen Integration in die Allianz Gruppe. Für die Kunden der Vereinten Kran­ken­ver­siche­rung AG hat sich Anfang Januar nichts geändert: Die Umfirmierung in Allianz Private Kran­ken­ver­siche­rungs-AG hat keine Auswirkungen auf Vertrag, Leistungsversprechen und die zugrunde liegenden tariflichen sowie kalkulatorischen Aspekte.
Eine Erhöhung der Beiträge steht nicht im Zusammenhang mit der Umfirmierung. Die Höhe von Kran­ken­ver­siche­rungsbeiträgen richtet sich nach der Leistungsinanspruchnahme in einem Tarif und ist deshalb ein Spiegelbild der Leistungszahlungen. Strenge versicherungsaufsichtsrechtliche Bestimmungen verbieten die Berücksichtigung sachfremder Faktoren im Rahmen der Beitragskalkulation. Ein unabhängiger Treuhänder hat die sachlichen und rechtlichen Voraussetzungen jeder Beitragsanpassung vorab zu überprüfen; seine Zustimmung ist die Wirksamkeitsvoraussetzung. Bei einer Durchschnittsangabe für Beitragsanpassungen für mehrere hundert Tarife, wie sie im vergangenen Jahr von der Vereinten Kran­ken­ver­siche­rung veröffentlicht wurde, liegt es auf der Hand, dass es Ausreißer – übrigens sowohl nach oben als auch nach unten, über letztere redet nur keiner – sowie überhaupt nicht angepasste Tarife geben muss . . .
In der Tat wirkt sich die in den letzten Jahren veränderte Abrechnungspraxis zunehmend auf die Kostenentwicklung in den Ärztetarifen aus. Schließlich kann die sinkende innerärztliche Solidarität und die damit verbundene Abnahme der Kollegenbehandlung dazu führen, dass sich das Beitragsniveau der Ärztetarife nicht mehr wesentlich von dem vergleichbarer Tarife für Nichtärztekunden unterscheidet. Die Schadenquote in den Ärztetarifen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich an die Entwicklung im Nichtärztebereich angenähert. Die Ärzte selbst haben es hier jedoch in der Hand, diese Entwicklung zu stoppen . . .
Lothar Landgraf, Allianz Private Kran­ken­ver­siche­rungs-AG, Fritz-Schäffer-Straße 9, 81737 München
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