BÜCHER

Home Care Konzepte

Dtsch Arztebl 2003; 100(14): A-908

Hartig, W.; Richter, U.; Schmoll, H.-J.; Thul, R.; Wiedemann, B.; Wolf, H.-H.

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Home Care
Gestiegene Ansprüche
W. Hartig, U. Richter, H.-J. Schmoll, R. Thul, B. Wiedemann, H.-H. Wolf (Hrsg.): Home Care Konzepte. Moderne Versorgungsalternativen in der Behandlung (schwer-)kranker Patienten. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Zuckschwerdt Verlag, München, Wien u. a., 2002, 244 Seiten, broschiert, 34,90 €
Lange galt der „Hausbesuch“ des Arztes als antiquiert und wegen seines hohen personellen Aufwandes nicht als kostendeckend. Doch die steigenden Kosten im Gesundheitswesen haben zu einem Umdenken geführt. Aus wirtschaftlichen Gründen werden Langzeitpatienten zunehmend in ihrer häuslichen Umgebung behandelt. Auch technisch anspruchsvollere Therapien wie Infusionen oder parenterale Ernährungen werden in den USA zunehmend als „Home Care“ angeboten. Der Impuls geht weniger von den Patienten aus als von den Kliniken, welche ihre Liegezeiten verkürzen und sich vor allem chronischer Patienten entledigen wollen. Für die Sozialversicherung ist Home Care eine ökonomisch attraktive Alternative zur Pflegeheimunterbringung. Ob dies immer zum Wohl der Patienten geschieht, bleibt dahingestellt.
Sicher ist jedenfalls, dass die medizinischen und organisatorischen Ansprüche an Home Care gestiegen sind. So wundert es nicht, dass das Buch innerhalb kurzer Zeit eine zweite Auflage erlebt. Hinzugekommen sind zwei Kapitel zur zytostatischen und supportiven Therapie von Krebskranken. Das Kapitel „Organisation der Home-Care-Betreuung“ wurde um praxisrelevante Erfahrungen bereichert. Weitere Kapitel befassen sich mit der Betreuung von HIV-Patienten, onkologischen und radioonkologischen Patienten sowie mit Mukoviszidose-Patienten.
Der Band stellt die Hospizidee vor und enthält jetzt auch ein – allerdings kurzes – Kapitel zu ethischen Anliegen im Rahmen von Home Care. Breiten Raum nimmt die enterale und parenterale Ernährung ein. Ein Kapitel informiert über die Schmerztherapie bei Erwachsenen. Rüdiger Meyer
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