ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2003Pankreaskarzinom auf dem Boden einer chronischen Pankreatitis

MEDIZIN: Referiert

Pankreaskarzinom auf dem Boden einer chronischen Pankreatitis

Dtsch Arztebl 2003; 100(14): A-920 / B-771 / C-721

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LNSLNS Circa 5 Prozent aller Fälle von Pankreaskarzinomen haben eine familiäre (genetische) Ursache, aber auch die chronische Pankreatitis geht mit einem um den Faktor 2,3 bis 18,5 erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Pankreasneoplasmas einher.
Die Autoren berichten über eine prospektive Studie an 373 konsekutiven Patienten mit gesicherter chronischer Pankreatitis, davon 85 Prozent alkoholisch bedingt, die 9,2 Jahre im Durchschnitt nachbeobachtet wurden. In dem Beobachtungszeitraum entwickelten vier ein Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse (1,1 Prozent der Patienten) bei 3 437 Patientenjahren. Zu erwarten waren in dem Kollektiv 0,15 Fälle. Das Risiko lag somit in dieser Studie bei 26,7 (p = 0,00002).
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass für Patienten mit chronischer Pankreatitis das Risiko, einen Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln, gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht ist. w

Malka D, Hammel P, Ruszniewski et al.: Risk of pancreatic adenocarcinoma in chronic pancreatitis. Gut 2002; 51: 849–852.

Prof. P. Ruszniewski, Service des Gastro-Entérologie, Hôspital Beaujon, AP.Hp, 100 Boulevard du Général Leclerc, F-92118 Clichy Cedex, Frankreich, E-Mail: bjn.ap-hop-paris.fr

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