ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2003Investmentbranche: Wohlverhaltensregeln

VARIA: Wirtschaft

Investmentbranche: Wohlverhaltensregeln

Dtsch Arztebl 2003; 100(14): A-939

AL

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LNSLNS Zum 1. Januar 2003 traten neue Wohlverhaltensregeln in Kraft, auf die sich die deutschen Investmentgesellschaften, die dem BVI Bundesverband Investment und Asset Management angehören, im Herbst 2002 geeinigt haben. Im Mittelpunkt des freiwilligen Ehrenkodex steht die größere Kostentransparenz.
Als bekannt wurde, dass viele Fondsgesellschaften ihre jährlichen Gebühren im Jahr 2002 zumeist stillschweigend angehoben hatten, wurde dies heftig kritisiert. Da die jährlichen Gebühren automatisch aus dem Fondsvermögen bezahlt werden und nicht – wie der Ausgabeaufschlag – offen ausgewiesen werden müssen, war vielen Anlegern die Gebührenanhebung nicht bewusst gewesen. Vor allem vor dem Hintergrund der fallenden Anteilspreise hatte dies zum Teil heftigen Ärger hervorgerufen.
In den Verkaufsprospekten wurde die jährliche Verwaltungsgebühr – das ist der größte Posten unter den jährlich anfallenden Kosten – schon immer genannt. Hinzu kommen jedoch noch die Kosten für Prospekterstellung, Rechenschaftsberichte, Rechtsanwälte, Treuhänder, Registrierung des Fonds und zuweilen auch für die Gründung des Fonds. Über die Gesamtkosten, die anfallen, hatte der Anleger keinen Überblick. In Zukunft wollen die deutschen Fondsgesellschaften in ihren Prospekten und Rechenschaftsberichten diese Kosten offen ausweisen. Für diese Gesamtkostenquote (in Relation zum verwalteten Vermögen) hat sich entsprechend dem angelsächsischen Brauch die Bezeichnung Total Expense Ratio (TER) eingebürgert.
Die TER ließ sich zwar in der Vergangenheit auch schon aus dem Rechenschaftsbericht errechnen, aber diese umständliche Ermittlung und Berechnung wird dem Anleger nun abgenommen. AL
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