ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2003Irak-Krieg: Unicef – Kinder schützen

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Irak-Krieg: Unicef – Kinder schützen

PP 2, Ausgabe April 2003, Seite 149

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LNSLNS Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen appelliert an Kriegsparteien.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, hat die Kriegsparteien im Irak dringend zum Schutz und zu Spenden für die Kinder aufgerufen. Schätzungsweise die Hälfte der rund 24 Millionen Einwohner des Landes seien Kinder und Jugendliche, erklärte die deutsche Unicef-Sektion am 21. März in Hamburg. Der Appell ist überschrieben mit „Kinder sind keine Feinde“.
Unicef forderte, es müsse alles getan werden, damit lebensnotwendige Einrichtungen für die Zivilbevölkerung nicht angegriffen oder als Schutzschilde benutzt werden. Den Hilfsorganisationen müsse „Zugang zu bedrohten Gruppen“ ermöglicht werden. Insbesondere Flüchtlingskinder bräuchten „umgehend Schutz und Unterstützung“.
Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte am 20. März die Bereitstellung humanitärer Hilfe im Rahmen der Vereinten Nationen zugesichert. Deutschland sei bereit, Flüchtlingen mit Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten zu helfen und verletzte Soldaten medizinisch zu betreuen. Der US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats, versicherte, die Vereinigten Staaten wollten „alles Mögliche“ tun, um der Zivilbevölkerung keinen Schaden zuzufügen.
Nach Einschätzung der Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl wird sich die Hilfeleistung im Irak schwierig gestalten. Die Hilfsorganisationen seien einerseits „in der Pflicht, etwas zu tun“. Andererseits drohe ihnen eine „Instrumentalisierung“ durch die USA, um den Krieg im Nachhinein zu „legalisieren“.
Unicef hat ein Spendenkonto für die Kinder im Irak eingerichtet: Sozialbank Köln, BLZ 370 205 00, Konto: 300 000, Stichwort: Irak
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