ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2003Gesundheitsmodell: Der Chaostheorie folgen

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Gesundheitsmodell: Der Chaostheorie folgen

PP 2, Ausgabe April 2003, Seite 173

Loos, Heiner

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LNSLNS Bei ideologisch unvoreingenommener Sicht der Gesundheitsmodelle in der Schweiz, Holland und andernorts muss man feststellen, dass keines so recht funktioniert. Ein wesentlicher Leitsatz der hochinteressanten Chaostheorie beweist sich hier oft schmerzlich: „Wird in ein scheinbar chaotisches System regulierend eingegriffen, wird immer das Chaos gewinnen, weil es besser organisiert ist.“ Jeder Eingriff führt an meist völlig ungeahnter Stelle zu Verwerfungen, die neue Verordnungen erfordern, die wiederum zu Problemen an anderer Stelle führen usw. Das Ergebnis sehen wir z. B. an der deutschen Steuergesetzgebung mit einem Wust von sich teilweise widersprechenden Verordnungen. Da wundert es nicht, dass sich eine zunehmende Zahl der Schweizer den scheinbar gesetzlosen Zustand ihres Gesundheitssystems zurückwünscht. Folgt man der Chaostheorie, kann nur ein Zurückfahren des Gesundheitssystems auf den Nullzustand, d. h. Privatisierung der Kassen- und Leistungsanbieter und fast völliger Rückzug der Politik aus dem System,ss die Lösung sein. Lediglich soziale Härtefälle sollten vorsichtig (cave Missbrauch) abgefedert werden, dann wird das System auch zum Vorteil aller funktionieren!
Dr. med. Heiner Loos,
Ulmenallee 15, 16356 Ahrensfelde
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