ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2003Kurdischer Ärzteverein: „Nein zum Krieg“

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Kurdischer Ärzteverein: „Nein zum Krieg“

Dtsch Arztebl 2003; 100(15): A-952 / B-800 / C-748

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Zahlreiche Kurden im Nordirak fliehen aus den Städten in die Bergregionen. Foto: ap
Zahlreiche Kurden im Nordirak fliehen aus den Städten in die Bergregionen. Foto: ap
Versorgung mit Gasmasken und Medikamenten nur schleppend
Auch die Vereinigung Kurdischer Ärzte in Deutschland e.V. verurteilt den Krieg im Irak: „Krieg bedeutet Tod, Elend und Vertreibung“, erklärte der Vorsitzende des Vereins, Dr. med. Rassoul Faki, anlässlich des kurdischen Neujahrsfestes „Newroz“ in Berlin. Durch den Krieg werde die Situation der „ohnehin Not leidenden Menschen“ im Irak maßgeblich verschlechtert.
Faki betonte zudem, dass bereits vor Kriegsausbruch die kurdische Bevölkerung im Nordirak nur unzureichend mit notwendigen Medikamenten und Gasmasken versorgt wurde. Die Hilfslieferungen seien durch die Türkei behindert worden, erklärte der Vorsitzende weiter.
Auch die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Beer, unterstrich beim Newroz-Empfang noch einmal ihr „Nein“ zum Krieg. Aus „tiefster Überzeugung“ lehne sie den Krieg ab, sagte die Grünen-Politikerin.
Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF fehle es Hunderten kur-
dischen Familien, die wegen der Kämpfe aus ihren Heimatdörfern geflohen sind, an Wasser und sanitären Anlagen. In der Region Suleimanijah im Südosten des Kurdengebiets, so ein Sprecher des Hilfswerks, hätten UNICEF-Mitarbeiter damit begonnen, Wasservorräte zu verteilen und Toiletten für 450 Familien zu bauen.
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