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Türkische Patientinnen: Unzufrieden mit ärztlicher Aufklärung

Dtsch Arztebl 2003; 100(15): A-953 / B-801 / C-749

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Umfrage an Berliner Universitätsklinikum
Türkische Frauen sind mit ihrem Aufenthalt im Krankenhaus deutlich unzufriedener als deutsche. Dies ergab eine Untersuchung an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Charité in Berlin. Dafür wurden 320 deutsche und 262 türkischstämmige Patientinnen interviewt.
Am positivsten beurteilten beide Gruppen die medizinische Versorgung, die Pflege und den Wohnkomfort. Waren schon in der Gesamttendenz die Einschätzungen türkischer Patientinnen negativer, so entsprachen vor allem die ärztliche Aufklärung und die psychosoziale Betreuung nicht den Erwartungen der Migrantinnen. Dr. med. Theda Borde, Leiterin der Studie, sieht Lösungsmöglichkeiten: „Die Kommunikationsprobleme sollten über qualifizierte Dolmetscher und adäquate Aufklärungsbögen gelöst werden, damit Informationen über Erkrankung und Therapie unverfälscht übermittelt werden können. Nur so lassen sich die Patientinnenrechte einhalten, die Compliance erhöhen und letztlich auch ein Wettbewerbsvorteil erreichen.“ Eine Auswertung der Untersuchung ist im Internet unter www.thieme.de/gesu abrufbar.
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