ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2003Woche für das Leben: Grenzen der Medizin

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Woche für das Leben: Grenzen der Medizin

Dtsch Arztebl 2003; 100(15): A-954 / B-802

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Die großen christlichen Kirchen in Deutschland widmen sich medizinethischen Themen.
Die Vorstellung, Krankheit an sich ließe sich medizinisch-technisch in den Griff bekommen, führt die Medizin letztlich in einen Machbarkeitswahn mit Folgen, die niemand wollen kann“, sagte Präses Manfred Kock vor Journalisten. Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland stellte gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, die zentralen Anliegen der „Woche für das Leben 2003“ (3. bis 10. Mai) vor. „Chancen und Grenzen des medizinischen Fortschritts“ lautet das Thema, unter dem sich die Kirchen unter anderem mit der aktuellen Debatte über das Klonen und dem Umgang mit chronischen Krankheiten und Behinderungen auseinander setzen. Kardinal Lehmann warnte vor dem „Traum vom perfekten Menschen“, der letztlich zutiefst inhuman sei. Nur allzu schnell werde der Mensch dabei zum „Schadensfall“ oder zur „vermeidbaren Belastung“. Von der Enquete-Kommission des Bundestages „Ethik und Recht der modernen Medizin“ erhofft er sich eine „differenzierte und kritische Beurteilung medizinischer Fragestellungen, die den Schutz menschlichen Lebens in allen Entwicklungsstadien klar im Blick behält“.
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