ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2003Alkoholkonsum: Über Gefahren aufklären

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Alkoholkonsum: Über Gefahren aufklären

Dtsch Arztebl 2003; 100(15): A-954 / B-802

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Etwa 2,5 Millionen Menschen haben durch ihren Alkoholkonsum bereits ihre Gesundheit geschädigt. Foto: Caro/Hechtenberg
Etwa 2,5 Millionen Menschen haben durch ihren Alkoholkonsum bereits ihre Gesundheit geschädigt.
Foto: Caro/Hechtenberg
Initiative zum Umgang mit legalen Suchtmitteln
Bei etwa vier Millionen Menschen in Deutschland liegt ein riskanter Konsum von Alkohol vor. Trinken Männer mehr als zwei Gläser Wein oder zwei Flaschen Bier am Tag und Frauen mehr als ein Glas Wein oder eine Flasche Bier, kommt es bei der Hälfte der Betroffenen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Leberschäden. Die Daten legte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Berlin vor. 2,5 Millionen Menschen (fünf Prozent der Bevölkerung) haben bereits mit gesundheitlichen Folgen des Alkoholkonsums zu kämpfen.
Aus diesem Grund startete die Prof. Matthias Gottschaldt Stiftung mit ihrem diesjährigen Symposium zum Thema „Hätte ich nur früher . . . Suchtprävention in einer süchtigen Gesellschaft“ eine Initiative zum Umgang mit legalen Suchtmitteln. Der verstorbene Stifter Gottschaldt hatte ein Therapiekonzept entwickelt, das die Bedürfnisse des Suchtkranken in den Mittelpunkt stellt.
Ziel der Initiative ist es, gemeinsam mit Organisationen wie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der DHS Menschen aller Altersstufen über die Gefahren eines zu hohen Alkoholkonsums zu informieren und gegen die Stigmatisierung von Abhängigen anzugehen. Die BZgA hat deshalb kürzlich zusammen mit der Bundes­ärzte­kammer einen Beratungsleitfaden „Kurzintervention bei Patienten mit Alkoholproblemen“ herausgegeben. „Mit der Broschüre soll die bedeutende Rolle der ärztlichen Praxis bei Frühintervention gestärkt werden“, sagte Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. Bei jedem zehnten Patienten, der einen niedergelassenen Arzt aufsucht, liegt ein Alkoholmissbrauch oder eine Alkoholabhängigkeit vor.
Die Broschüre und andere Veröffentlichungen zum Thema Alkohol können unentgeltlich bei der BZgA bestellt werden per
E-Mail: order@bz ga.de oder Fax: 02 21/89 92 257.
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