ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2003Gentests im Internet: Kritisch prüfen

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Gentests im Internet: Kritisch prüfen

Dtsch Arztebl 2003; 100(15): A-956 / B-804 / C-750

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LNSLNS Ethischen, sozialen und rechtlichen Aspekten Rechnung tragen
Die Europäische Gruppe für Ethik in der Wissenschaft und den neuen Technologien (EGE) weist darauf hin, dass Werbung für Gentests im Internet kritisch betrachtet werden sollte. Vorsicht sei zum Beispiel bei Gentests zur Klärung einer Vaterschaft oder zur Feststellung von Krankheiten geboten, denn die Informationen dazu seien häufig missverständlich und unvollständig, heißt es in der Erklärung (http://europa.eu.int/comm/
european_group_ethics/docs/statgentest-en.pdf).
Besorgt registriert die EGE, dass bei der Durchführung dieser Tests häufig nicht garantiert ist, dass das Einverständnis der Beteiligten zur Sammlung der genetischen Daten vorliegt. Auch befürchtet die Organisation, dass Datenbanken, in denen die Ergebnisse von Gentests gespeichert sind, missbräuchlich verwendet werden könnten und so gegen den Datenschutz verstoßen werden könnte. Die EGE empfiehlt, vor und nach den Gentests Beratungen durchzuführen, um allen ethischen, sozialen und rechtlichen Aspekten Rechnung zu tragen.
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