ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2003Zusammenleben ohne Trauschein: Gegenseitig absichern

Versicherungen

Zusammenleben ohne Trauschein: Gegenseitig absichern

Dtsch Arztebl 2003; 100(15): [66]

Combach, Rolf

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Immer mehr Paare entscheiden sich, in „wilder“ Ehe zusammenzuleben. Foto: Bayer AG
Immer mehr Paare entscheiden sich, in „wilder“ Ehe zusammenzuleben. Foto: Bayer AG
Nicht verheiratete Paare werden rechtlich anders behandelt als verheiratete.

Viele Paare verzichten auf einen Trauschein, gründen zusammen einen Hausstand, mieten eine Wohnung oder bauen ein Haus. Auch gemeinsame Kinder sind dann oftmals kein Grund zu heiraten.
„Trauscheinlose“ Paare sollten allerdings daran denken, dass sie vom Gesetzgeber anders behandelt werden als verheiratete. Das gilt in erster Linie für die gesetzliche Rentenversicherung, die eine Hinterbliebenenversorgung nur für Verheiratete vorsieht. Private Vorsorge ist also dann unumgänglich, wenn einer der Partner über keinen oder nur unzureichenden Rentenanspruch verfügt. Ebenso wichtig ist die gegenseitige finanzielle Absicherung, wenn gemeinsam Wohneigentum erworben und getragen wird. Denn stirbt einer der Lebenspartner, ist die finanzielle Belastung für den Hinterbliebenen womöglich so hoch, dass die Eigentumswohnung oder das Haus verkauft werden muss.
Um der Beziehung ohne Trauschein eine solide finanzielle Basis zu geben, bietet sich der Abschluss einer Partner-Risikolebensversicherung auf „verbundene Leben“ an. Mit dieser sinnvollen und zugleich relativ preiswerten Lösung bleiben gemeinsam eingegangene Verpflichtungen auch dann bezahlbar, wenn einer der beiden Lebenspartner stirbt. Die Rückzahlung eines Gebäudedarlehens, eine hohe Wohnungsmiete oder die Raten für ein Auto lassen sich dann verkraften, weil dem jeweils hinterbliebenen Lebenspartner die vereinbarte Versicherungssumme in voller Höhe zusteht. Als Grundabsicherung ist die Partner-Risikolebensversicherung vor allem für junge Paare geeignet. Eine Unfall- Zusatzversicherung kann von Beginn an mit eingeschlossen werden. Innerhalb von zehn Jahren besteht darüber hinaus die Option, die Partnerversicherung zum Beispiel in zwei Kapital bildende Lebensversicherungen umzuwandeln – und das ohne erneute Gesundheitsprüfung. So kann die Grundsicherung zu einer sicheren privaten Altersversorgung für beide Partner ausgebaut werden.
Ein Preisbeispiel: Bei der Signal Iduna kostet eine solche Partner-Risikolebensversicherung knapp 110 Euro im Monat, wenn beide Partner 30 Jahre alt sind und der Vertrag über 20 Jahre läuft. Verstirbt einer der beiden Partner, erhält der Hinterbliebene 250 000 Euro ausgezahlt. Bei Unfalltod werden zusätzlich 250 000 Euro ausgezahlt. Rolf Combach
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