ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2003Ärzteorganisation: Verheerende Lage im Irak

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Ärzteorganisation: Verheerende Lage im Irak

Dtsch Arztebl 2003; 100(16): A-1029 / B-865 / C-809

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LNSLNS Tausende Kriegsopfer sind ungenügend versorgt.
Die Situation in den Krankenhäusern in Bagdad ist verheerend“, sagte Prof. Dr. med. Ulrich Gottstein, Ehrenvorstandsmitglied der Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Anfang April in Berlin. Die Betten sämtlicher Hospitäler seien durch Tausende Verletzte voll belegt. Die Vorräte an Verbandsmaterial, Infusionen oder Narkotika reichten nicht aus. In Basra würden fast alle Betten der Kinderklinik für verletzte Erwachsene gebraucht.
Gegen eine militärische Dominanz der humanitären Hilfe sprach sich IPPNW-Sprecherin Ute Watermann aus. Sie lehnte deshalb die Forderung der USA ab, dass sich alle Hilfsorganisationen in einem in Kuwait-Stadt eingerichteten Zentrum für humanitäre Hilfe registrieren sollen. Damit würden die Organisationen für die Kriegsziele instrumentalisiert. „Wir wollen direkt mit Partnern vor Ort arbeiten“, betonte Watermann.
Nach dem Einmarsch der US-Truppen in Bagdad und dem Zusammenbruch der irakischen Regierung befinden sich derzeit die meisten Hilfsorganisationen – wegen der unklaren Sicherheitslage – an den Grenzen zum Irak.
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