ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2003Humanitäre Hilfe im Irak: Caritas startet Hilfsprogramm

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Humanitäre Hilfe im Irak: Caritas startet Hilfsprogramm

Dtsch Arztebl 2003; 100(17): A-1088 / B-916 / C-860

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Der kleine irakische Junge freut sich über ein Lebensmittelpaket. Foto: dpa
Der kleine irakische Junge freut sich über ein Lebensmittelpaket. Foto: dpa
Versorgung von Kindern, Schwangeren und stillenden Frauen vorrangig
Als erste deutsche Hilfsorganisation hat die Caritas von der Bundesregierung Geld für humanitäre Hilfe im Irak erhalten. Die am 14. April zur Verfügung gestellten 200 000 Euro werden nach Angaben von Caritas International für einen Hilfskonvoi verwendet, der von der jordanischen Hauptstadt Amman auf dem Landweg nach Bagdad unterwegs ist. Der Hilfstransport ist Bestandteil eines auf drei Monate angelegten Hilfsprogramms, für dessen Finanzierung das weltweite Caritas-Netzwerk acht Millionen Euro aufbringen will. Caritas International als Auslandsabteilung der deutschen Caritas mit Sitz in Freiburg beteiligt sich daran mit 500 000 Euro, in denen das Geld des Auswärtigen Amts enthalten ist. Das Hilfsprogramm solle 260 000 Bedürftige erreichen und schließe Lieferungen in den Bereichen Hygiene, Nahrungsmittel und Medizin mit ein, sagte Linda Tenbuhlen von Caritas International.
Besonders unterstützt werden sollen unterernährte Kinder, Schwangere und stillende Frauen. In Irak zählt die Caritas rund 300 einheimische Mitarbeiter, darunter fest angestellte Ärzte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter und Wasserbauingenieure. Der erste Hilfskonvoi aus Amman bringt überwiegend Medikamente, Verbandsmaterial und Wasserreinigungstabletten in das knapp tausend Kilometer entfernte Bagdad. Von der irakischen Hauptstadt aus werden die Hilfsgüter über Caritas-Zentren im Großraum Bagdad, Mossul und Kirkuk in Nordirak sowie Basra im Süden verteilt.
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