ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2003Reproduktive endokrine Störungen bei Frauen mit Epilepsie: Hemisphärenspezialisierung

MEDIZIN: Diskussion

Reproduktive endokrine Störungen bei Frauen mit Epilepsie: Hemisphärenspezialisierung

Dtsch Arztebl 2003; 100(17): A-1140 / B-958 / C-900

Lorenz, Rüdiger

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LNSLNS Ein recht interessanter Gesichtspunkt wurde nicht erwähnt: Frauen mit linksfokalen Epilepsien scheinen häufiger zu polyzystischen Ovarien (vermehrte Gonadotropinsekretion) zu neigen, Frauen mit rechtsfokalen Epilepsien dagegen zu hypogonadotropem Hypogonadismus (1). Eine ähnliche Hemisphärenspezialisierung findet sich hinsichtlich der Sekretion proinflammatorischer Zytokine. Auch hier scheinen linksfokale Epilepsien eher stimulierend, rechtsfokale Epilepsien nicht stimulierend oder sogar hemmend zu sein (2). Wichtig in diesem Zusammenhang scheint auch die intrahemisphärische Fokuslokalisation zu sein. Auf jeden Fall aber zeigen beide Beispiele interessante Aspekte der Hemisphärenspezialisierung.
Außerdem habe ich in der Tabelle 1 als Therapieempfehlung bei perimenstruell gehäuften Anfällen den Hinweis auf Azetazolamid vermisst.

Literatur
1. Herzog AG: A relationship between particular reproductive endocrine disorders and the laterality of epileptic form discharges in women with epilepsy. Neurology, 1993; 43: 1907–1910.
2. Lorenz R: Cytokines and epilepsy. A clinical study. Neuroendocrinol Lett 2002; 23: 10–12.

Dr. med. Rüdiger Lorenz
Brunnenstraße 54
34537 Bad Wildungen

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