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LNSLNS John McGahern
McGahern mußte 1965 unter dem Druck von Kirche und Behörden seinen Schuldienst quittieren und die Insel verlassen, was er seinem Roman "das dunkel" verdankte. Zu freimütig sprach er sich gegen den rigiden irischen Katholizismus aus, zu deutlich sind bei ihm Beschreibungen der Sexualität und der väterlichen Tyrannei.
Auch in seinen anderen Romanen sowie den in neuer Übersetzung erschienenen Erzählungen entwirft er ohne jede Larmoyanz Innenansichten Irlands. McGaherns Themenkanon spiegelt die absolute Tristesse eines Lebens am Ende der Welt wider. Seinem streng realistischen Irlandbild angepaßt ist McGaherns Sprachstil: karg auch dieser. Unspektakulär beschreibt er, was man sieht, er dringt nicht ein in die Figuren, er beobachtet sie und hört ihnen zu. So entsteht das eindrucksvolle Bild eines Irlands außerhalb der urbanen Welt von Dublin, das jeder folkloristischen Idylle entbehrt.
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