ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2003Fahrerflucht: Strafrechtlich relevant

Versicherungen

Fahrerflucht: Strafrechtlich relevant

Dtsch Arztebl 2003; 100(17): [51]

rco

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS In den meisten Fällen ist es Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit, bei manchen Autofahrern steckt aber auch Kalkül dahinter. Viele Verkehrsteilnehmer, die einen Schaden verursacht haben, verhalten sich nicht regelgerecht und erfüllen sogar den Tatbestand der Fahrerflucht. Dies kann schwerwiegende Folgen haben: Neben den strafrechtlichen Konsequenzen droht auch der Verlust des Versicherungsschutzes.
Beispiel: Ein Autofahrer streift beim Ausparken mit seinem Wagen den Kotflügel eines anderen Fahrzeuges. Nur ein Blechschaden, denkt er sich, klemmt einen Zettel mit Anschrift und Telefonnummer hinter den Scheibenwischer des beschädigten Autos und fährt weiter. Laut Gesetz ist das bereits Fahrerflucht und somit strafbar.
Die Strafen bei nachgewiesener Fahrerflucht sind rigide. Es drohen bis zu drei Jahren Gefängnis, in minder schweren Fällen ist zumindest mit einer Geldstrafe zu rechnen. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen droht zusätzlich der Verlust des Versicherungsschutzes, warnt die Versicherungswirtschaft. Die KraftfahrzeugHaftpflichtversicherung reguliert zwar den Schaden am Auto des Unfallgegners, kann den Unfallverursacher aber in Regress nehmen.
Wer einen Schaden verursacht, ohne dass der Geschädigte vor Ort ist, sollte rund 30 Minuten am Unfallort warten oder die Polizei benachrichtigen. Erst dann ist es erlaubt, den Unfallort zu verlassen. Keine Regel ohne Ausnahme: Bei reinen Bagatellschäden lassen Staatsanwaltschaft und Versicherung Gnade vor Recht ergehen, wenn der Schaden binnen 24 Stunden bei der Polizei gemeldet wird. rco
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema