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LNSLNS Patrick Quigley Lauter tönt da die jüngere Generation der Schriftsteller: Patrick Quigley nimmt in seinem Debütroman "Grenzland" offen Stellung zum Töten. Mitreißend erzählt er die Geschichte des Idealisten Shane McCabe, der im Grenzland zwischen irischer Republik und britischem Ulster aufwächst. Eine neue Sprache hat Quigley erfunden; eine Sprache, der es gelingt, die Schönheit der irischen Landschaft mit der geschichtsträchtigen Brutalität des Lebens zwischen Heckenschützen, Armeefahrzeugen und Begräbnissen zu verbinden. Eingehend wird uns das bedrohliche Leben in einer von Haß und Sektierertum beherrschten Gesellschaft vorgeführt, in der Shanes Liebe zu der Protestantin Joy nur an den hohen Mauern der irischen Realität zerbrechen kann. Fast vorauszusehen: die Bombenexplosion, die leider nur den Roman beendet.
Die neunziger Jahre sind jedoch nicht nur durch die Erlebnisliteratur gekennzeichnet, welche die turbulente und konfliktreiche Zeitgeschichte einzufangen versucht – im Gegenteil, die gegenwärtige irische Belletristik ist so vielfältig wie noch nie. Mit Romanciers wie Roddy Doyle, Patrick McCabe, Colm Tóibín wird die "zweite literarische Renaissance" gefeiert.
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