ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2003Betriebskrankenkassen: „Ökonomisch wenig sinnvoll“

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Betriebskrankenkassen: „Ökonomisch wenig sinnvoll“

Dtsch Arztebl 2003; 100(18): A-1160 / B-976 / C-912

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Wolfgang Schmeinck Foto: BKK Bundesverband
Wolfgang Schmeinck Foto: BKK Bundesverband
BKK kritisieren Rürup-Vorschläge zum künftigen Leistungskatalog.
Als „in vielen Fällen problematisch und ökonomisch wenig sinnvoll“ kritisierte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Wolfgang Schmeinck, die Vorschläge der Rürup-Kommission zum künftigen Leistungskatalog der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV).
Die Kommission hatte in ihrem Anfang April vorgelegten Sofortprogramm gefordert, generell alle nichtverschreibungspflichtigen Arzneimittel, die aber der Apothekenpflicht unterliegen, aus dem Leistungskatalog der GKV zu streichen. Hauptkritikpunkt der BKK ist, dass gerade einige nicht verschreibungspflichtige Wirkstoffe wie zum Beispiel Paracetamol in der Stufentherapie des Schmerzes zu den Mitteln der ersten Wahl zählten. Ersetzte man diese durch verschreibungspflichtige Arzneimittel, wäre der Einspareffekt „nahezu vollständig aufgezehrt“.
Außerdem betreffe die vorgeschlagene Regelung vor allem chronisch Kranke und Kinder. Gerade deren Arzneimittel seien in den meisten Fällen zwar apothekenpflichtig, aber nicht verschreibungspflichtig.
Schmeinck schlug vor, zumindest solche nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die sowohl medizinisch notwendig und zweckmäßig als auch wirtschaftlich seien, verordnungsfähig zu lassen. Diese könnten in die Positivliste, zum Beispiel über einen Anhang, aufgenommen werden.
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