ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2003Hausarzt als Lotse: Modellprojekt gestartet

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Hausarzt als Lotse: Modellprojekt gestartet

Dtsch Arztebl 2003; 100(18): A-1160 / B-976 / C-912

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LNSLNS Versicherte können sich ab Herbst einschreiben.
Die AOK Baden-Württemberg, die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordbaden und das neu gegründete Hausärztenetz Qu@linet haben im Rhein-Neckar-Kreis ein Versorgungsmodell gestartet, das, so die Initiatoren, die politische Forderung nach dem Hausarzt als Lotsen erfüllt.
Die beteiligten Ärzte seien künftig verpflichtet, medizinische Qualitätsmaßstäbe bei der Behandlung anzuwenden, betonte der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Roland Sing. Jährlich werde eine neue Leitlinie zu bestimmten Krankheiten und somit schrittweise eine evidenzbasierte Behandlung in der Hausarztpraxis eingeführt. Für Hausärzte, die am Modell teilnehmen, hat die AOK Baden-Württemberg Sing zufolge Vergütungen in Höhe von 1,3 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. „Unsere Investitionen werden sich durch das Mehr an wirtschaftlicher und medizinischer Verantwortung der Ärzte im Modell insgesamt rechnen“, so Sing. Für die Kasse bedeute dies auch den Einstieg in neue, qualitätsorientierte Vergütungssysteme.
AOK-Versicherte im Rhein-Neckar-Kreis können sich ab Herbst dieses Jahres für das „Hausarztmodell“ entscheiden. Für diese Patienten sei der Hausarzt die optimale Anlaufstelle, erläuterte der Vorsitzende der KV Nordbaden, Dr. med. Wolfgang Herz. Der Patient vereinbare mit diesem einen persönlichen Präventionsplan, werde über Behandlungsabläufe und Krankheitsbilder informiert und gezielt zum Facharzt überwiesen. „Ob durch dieses Modell auf Dauer auch Einsparungen zu erzielen sind, werden die ersten Auswertungen zum Modellversuch zeigen“, sagte Herz.
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