ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2003Frühjahrsgutachten: Krankengeld – Kritik an Plänen

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Frühjahrsgutachten: Krankengeld – Kritik an Plänen

Dtsch Arztebl 2003; 100(18): A-1161 / B-977 / C-913

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LNSLNS Wirtschaftsforscher mahnen erneut Reformen an.
Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute attestieren in ihrem jüngsten Gutachten, dass die in der SPD-Agenda 2010 festgehaltenen Reformpläne in die richtige Richtung gehen, wenn auch nicht weit genug. Um den Staatshaushalt zu konsolidieren, sei zudem eine Reform der Sozialversicherungssysteme erforderlich. „Im Mittelpunkt sollte eine Steigerung der Effizienz der sozialen Sicherung stehen, nicht die Beschneidung von Leistungen“, forderten die Ökonomen. Prof. Dr. Gustav A. Horn vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung hatte es Mitte April bei der Vorlage des Gutachtens in Berlin als Skandal bezeichnet, dass das Krankengeld privatisiert werden solle, aber Kassenärztliche Vereinigungen und die pharmazeutische Industrie immer noch Monopolstellungen einnähmen.
Insgesamt prognostizieren die Gutachter, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,5 Prozent steigen werde. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich weiter verschlechtern. Auch 2004 bleibe „ohne große Dynamik“. Für die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung rechnen die Ökonomen mit einem um 0,4 Prozentpunkte höheren Beitragssatz, da umfassende Reformen in Aussicht gestellt seien.
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