ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2003Sozialgerichtsurteil: Residenzpflicht für Psychologen

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Sozialgerichtsurteil: Residenzpflicht für Psychologen

Dtsch Arztebl 2003; 100(18): A-1162

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LNSLNS Notfälle müssen am Praxissitz behandelt werden.
Auch für Psychologische Psychotherapeuten ist die Residenzpflicht Voraussetzung für die Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung. Um daran teilzunehmen zu können, müssen Psychologische Psychotherapeuten wie niedergelassene Ärzte einen Wohnsitz wählen, von dem aus sie für die Versorgung der Versicherten zur Verfügung stehen können. Das entschied jetzt das Sozialgericht Dortmund in einem aktuellen Urteil (Az.: S 26 KA 15/02). Die Fahrtzeit zwischen Wohnung und Praxis dürfe höchstens 30 Minuten betragen.
Geklagt hatte ein Psychotherapeut gegen den Berufungsausschuss für Psychotherapie Westfalen-Lippe, weil er es nicht für nötig hielt, seinen Wohnsitz zu verlegen. Argument: Sein persönliches Erscheinen in der Praxis außerhalb der Sprechzeiten sei nicht nötig. Psychotherapeuten nähmen nicht an Notfalldiensten teil, bei Notfällen seien die psychiatrischen Krankenhäuser zuständig. Das sahen die Sozialrichter anders: „Es erscheint gerade bei Patienten mit seelischen Krankheiten geboten, dass der vertraute Therapeut mit Kenntnis der Krankengeschichte in einer akuten Krisensituation erreichbar ist“, heißt es in der Begründung.
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