ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2003Verhörmethoden: Wie reagieren die Aufsichtsbehörden?

BRIEFE

Verhörmethoden: Wie reagieren die Aufsichtsbehörden?

Dtsch Arztebl 2003; 100(18): A-1186 / B-1000 / C-935

Pfeifer, Kurt

Zu Verhören „unter ärztlicher Aufsicht“:
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LNSLNS Nun begann der Prozess gegen den ehemaligen Jurastudenten Magnus Gäfgen, der zugab, das Kind Jakob von Metzler getötet zu haben. Der Prozess kann möglicherweise scheitern, weil der Frankfurter Polizeipräsident Wolfgang Daschner gegen den Angeschuldigten unerlaubte Verhörmethoden angedroht hatte, um dessen Aussageverweigerung zu brechen.
Abgesehen von der Androhung ungesetzlicher Verhörmethoden, macht mich betroffen, dass in einigen Medienberichten von einem „Verhör unter ärztlicher Aufsicht“ gesprochen wurde. Sind wir wieder so weit, dass sich Ärzte zu Methoden benutzen lassen, die nicht nur gegen das ärztliche Ethos verstoßen, sondern schlicht ungesetzlich sind.
Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, um welche Ärztegruppe, die an einem solchen Verhör teilnehmen sollte, es sich dabei handeln könnte und was ärztliche Aufsichtsbehörden zu dieser Frage zu sagen haben.
Auf eine Antwort bin ich gespannt.
Dr. Kurt Pfeifer,
Röbellweg 48, 13125 Berlin
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