ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2003Irak: Analyse von Karl Marx weiter aktuell

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Irak: Analyse von Karl Marx weiter aktuell

Dtsch Arztebl 2003; 100(18): A-1187

Baden, Reinhard

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LNSLNS . . . Dass die politischen Argumentationsfiguren zur Rechtfertigung eines angeblich „gerechten Krieges“ die grausame „Dialektik von Humanität und Bestialität“ verschweigt, gehört zur gut bezahlten Lebenslüge der sitten- und kulturbildenden Kräfte nicht nur unseres Landes. Es ist lehrreich, sich durch die Lektüre des „Humanismusbriefes“ Martin Heideggers von 1946 daran erinnern zu lassen. Man muss nicht die politische Ideologie K. Marx’ teilen, um die Aktualität seiner Analyse, mit der er in weniger bukolischer Sprache als Heidegger den Menschenrechtslandsknechten des „Öl- und Militärindustriellen Komplexes“ die Humanitäts-Maske vom Gesicht reißt, wenn er schreibt:
„Mit entsprechendem Profit wird das Kapital kühn. Zehn Prozent macht es sicher . . ., 20 Prozent, es wird lebhaft, mit 50 Prozent positiv waghalsig. Für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seine Füße, mit 300 Prozent und mehr existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert . . . Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide couragieren“ („Das Kapital“, Bd. 23, S. 733).
Dr. med. Reinhard Baden,
Diakonie Stetten, Devizesstraße 4, 71332 Waiblingen
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