ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2003Patientenrechte: Patienten-Mitarbeit fördern
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LNSLNS Der Kommentar zitiert Sie mit den Worten: „Nur wer als Patient seine Rechte kennt, kann sich am Behandlungsprozess aktiv beteiligen, eigene Entscheidungen treffen und damit Verantwortung übernehmen. Und wer als Arzt seine Rechte und Pflichten kennt, kann den Patienten hierbei besser unterstützen.“
Unter der Annahme, dass dieses Zitat richtig und vollständig ist, möchte ich darauf hinweisen, dass der Patient bei der Behandlung nicht nur Rechte, sondern – wenn auch nicht im juristischen Sinne – Pflichten hat. Denn was nützt der beste Therapieplan, wenn der Patient sein Recht auf Non-Compliance wahrnimmt und damit medizinische Ressourcen, Geld und eigene Gesundheit „in den Sand setzt“? Dieses Problem ist der Alltag in den Praxen, wie Sie ihn kaum jemals erfahren. Denn wir Ärzte haben kein Recht, uns bei irgendwelchen Institutionen über mangelnde Mitarbeit zu beklagen, während Ihnen vermutlich Patientenklagen über (angeblich) mangelnde Aufklärung, Ärztepfusch etc. in den Ohren liegen.
Daher ist nicht zu erwarten, dass jemals eine ausgewogene Darstellung beider Seiten zustande kommt. Es wäre aber schön, wenn die Patientencharta auch die aktiv-konstruktive Mitarbeit des Patienten als Eigenleistung fördern würde . . .
Reinhard Walder, Buchweizenland 19, 21423 Winsen/Luhe
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