ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2003Entecavir dem Lamivudin bei chronischer HBV-Infektion überlegen

MEDIZIN: Referiert

Entecavir dem Lamivudin bei chronischer HBV-Infektion überlegen

Dtsch Arztebl 2003; 100(18): A-1197 / B-1008 / C-943

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LNSLNS Weltweit sind 350 Millionen Menschen mit dem HB-Virus infiziert. Von den zwei zugelassenen Behandlungsmodalitäten ist Interferon-a bei 35 Prozent der Patienten wirksam, Lamivudin (in bis zu 67 Prozent wirksam) schneidet deutlich günstiger ab.
Die Autoren berichten über eine neue Substanz, nämlich Entecavir, ein selektives Deoxyguanosin-Analogon, das in einer Phase-2-Studie über 24 Wochen doppelblind eingesetzt wurde. Insgesamt wurden 169 Patienten mit chronischer HBV-Infektion behandelt, die entweder 0,01 mg, 0,1 mg oder 0,5 mg pro Tag Entecavir oral oder 100 mg Lamivudin erhielten. Sowohl die 0,1-mg- als auch die 0,5-mg-Dosis erwies sich als dem Lamivudin überlegen. Bei der Gabe von 0,5 mg Entecavir kam es in 83,7 Prozent zu einem HBV-DNA-Wert unter der Nachweisgrenze im Vergleich zu 57,5 Prozent bei der Gabe von 100 mg Lamivudin. Unter Entecavir wiesen auch mehr Patienten eine Normalisierung der Transaminasen nach 22-wöchiger Behandlung auf. Unerwünschte Wirkungen waren vorübergehender Natur und traten in allen vier Studienarmen gleich häufig auf. w

Lai C-L, Rosmawati M, Lao J et al.: Entecavir is superior to lamivudine in reducing hepatitis B virus DNA in patients with chronisch hepatitis B infection. Gastroenterology 2002; 123: 1831–1838.

Dr. Ching-Lung Lai, Department of Medicine, Queen Mary Hospital, 4/F Professional Block, HongKong 08648, China, E-Mail: hrmelcl@hkucc.hku.hk

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