ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2003Sorgfaltspflicht: Risiken für Ärzte eingeschränkt

Versicherungen

Sorgfaltspflicht: Risiken für Ärzte eingeschränkt

Dtsch Arztebl 2003; 100(18): [77]

EB

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LNSLNS Auch in Deutschland zeigen sich immer häufiger Ansätze, Dritte für selbst erlittene Nachteile verantwortlich machen zu wollen. Experten der ARAG-Versicherungen weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass für die Verantwortlichkeit aus der medizinischen Versorgung im Krankenhaus die Risiken für Ärzte und Pflegepersonal deutlich eingeschränkt wurden.
Die Versicherungsfachleute verweisen auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf: Eine frisch operierte Patientin wollte, nach dem sie aus der 20-minütigen Narkose aufgewacht war, zur Toilette gehen. Da sich ihr Blutdruck als stabil und einwandfrei erwies, sah der Arzt keine Veranlassung, sie nicht in Begleitung einer Schwester gehen zu lassen. Trotzdem brach sie auf der Toilette zusammen und stürzte schwer. Ihre Klage auf Schadenersatz und Schmerzensgeld wiesen die Richter jedoch ab, weil die Patientin nicht nur unter Aufsicht der begleitenden Schwester gestanden habe, sondern auch der vorher gemessene gleichmäßige Puls keinen Anlass für irgendwelche Bedenken gegeben habe. (Oberlandesgericht Düsseldorf, Az.: 8 U 12/00) EB
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