Supplement: Praxis Computer

Kassenärzte fordern Kurskorrektur

Dtsch Arztebl 2003; 100(19): [2]

EB

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Modell der Gesundheitskarte (Firma Orga, Paderborn)
Modell der Gesundheitskarte (Firma Orga, Paderborn)
„Eine elektronische Gesundheitskarte in den Händen von Versicherten nützt nur, wenn die Ärzte und die anderen Leistungserbringer durch ein sicheres flächendeckendes Kommunikationsnetz miteinander verbunden sind. Deswegen muss erst die Infrastruktur für die Beteiligten im Gesundheitswesen geschaffen werden, bevor Patienten mit den Karten ausgestattet werden.“ Das hat der Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. jur. Rainer Hess, in Köln im Hinblick auf die Pläne der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt gefordert, zum 1. Januar 2006 eine elektronische Patientenkarte flächendeckend einzuführen. Nach Hess befürworten die Körperschaften ausdrücklich eine elektronische Gesundheitskarte, die gemeinsam mit einer Health Professional Card des Arztes den Zugriff auf Patientendaten ermögliche. Diese jedoch den Patienten auszuhändigen, bevor die Ärzte die notwendige Infrastruktur besäßen, schaffe nur Verdruss. Die Ge­sund­heits­mi­nis­terin solle den Ärzten auch finanzielle Anreize setzen, ihre Praxen entsprechend auszustatten. Bislang lägen die Vorteile bei den Patienten, die Investitionskosten aber bei den Ärzten.
Der KBV-Hauptgeschäftsführer mahnte eine gemeinsam von den Beteiligten im Gesundheitswesen getragene Projektpanung für den Aufbau und Betrieb einer technischen Infrastruktur an. Da erst rund 15 Prozent der Ärzte lokal verfügbare, elektronische Patientenakten führten, müsse zunächst für eine höhere Verfügbarkeit der Daten gesorgt werden. EB
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