ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2003Angiologie: DRG-Basis ergänzen

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Angiologie: DRG-Basis ergänzen

Dtsch Arztebl 2003; 100(20): A-1312 / B-1100 / C-1028

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LNSLNS Konservative Therapie der kritischen Extremitätenischämie ist nicht adäquat abgebildet.
Da zu vermuten war, dass die konservative Behandlung einer kritischen Extremitätenischämie (periphere arterielle Verschlusskrankheit Stadium III mit Ruheschmerz und Stadium IV mit Nekrosen/Gangrän) mit dem derzeitigen G-DRG-System nicht kostengerecht abgebildet wird, hat die Deutsche Gesellschaft für Angiologie/Gefäßmedizin (DGA) mit dem DRG-Competence Center München eine prospektive Studie zu den realen Gesamtkosten und der Verweildauer dieser Therapie durchgeführt.
Ergebnis: Konservativ behandelte Patienten mit einer PAVK Stadium III/IV (DRG F65A+B) verursachen signifikant mehr Kosten und weisen längere Verweildauern auf als Patienten, die wegen anderer Gefäßerkrankungen in die DRG F65 eingruppiert wurden. Bei einem Vergleich mit der vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus veröffentlichten Kalkulationsstichprobe zeigte sich auch, dass in angiologischen Zentren deutlich mehr Patienten mit PAVK Stadium III/IV behandelt werden als in Kliniken ohne angiologischen Schwerpunkt. Mithin kommt es aufgrund der vom Durchschnitt abweichenden Patientenklientel zu einer systematischen Benachteiligung spezialisierter Abteilungen. Die DGA hält daher die Bildung einer neuen Basis-DRG für die konservative Behandlung von Patienten mit einer PAVK III/IV für notwendig und hat einen Ergänzungsantrag gestellt.
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