ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2003Bundestag: Ethik-Enquete tritt zusammen

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Bundestag: Ethik-Enquete tritt zusammen

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LNSLNS Kommission erörtert medizin-ethische Fragen.
Die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ des Bundestages ist in Berlin zur konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Das 26-köpfige Gremium setzt die Arbeit ihrer Vorgänger-Kommission fort, die sich in der vergangenen Legislaturperiode mit grundlegenden Fragen der modernen Medizin befasst hat. Als wichtige Themen für die nächsten Jahre nannte der neue Vorsitzende der Kommission, Rene Röspel (SPD), neben der Biotechnologie die Sterbebegleitung sowie das Verhältnis zwischen Arzt und Patient.
Der Sprecher der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission, Thomas Rachel, betonte, dass die Kommission mit ihrer Arbeit die Entscheidungsfindung im Parlament unterstützen wolle. Für eine stärkere Einbeziehung internationaler Erfahrungen plädierte Detlef Parr, Obmann für die FDP-Bundestagsfraktion. Deutschland darf nicht als ethisch-moralische Insel betrachtet und damit der Gefahr ausgesetzt werden, dass seine Bürger in den Patiententourismus gezwungen werden, um gewisse medizinische Leistungen zu erhalten“, sagte Parr. Röspel warnte vor zu großen Erwartungen an die Gentechnik. „Wir werden nicht in der Lage sein, eine Gesellschaft ohne Leid zu erreichen“, sagte der SPD-Politiker. Rund 95 Prozent aller Behinderungen entstünden nach der Geburt, durch Unfall oder Krankheit.
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