ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2003Statistik: Ärzte selten krank

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Statistik: Ärzte selten krank

Dtsch Arztebl 2003; 100(20): A-1314

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Die Zahl psychischer Erkrankungen steigt. Foto: Caro/Hechtenberg
Die Zahl psychischer Erkrankungen steigt. Foto: Caro/Hechtenberg
BKK Bundesverband stellt aktuelle Zahlen zum Krankenstand von 2002 vor.
Die Krankheitszeiten der Erwerbstätigen werden kürzer. Das ergeben die aktuellen Zahlen der Arbeitsunfähigkeitsstatistik des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK). Mit 14,5 Krankheitstagen je erwerbstätiges Pflichtmitglied lag der Krankenstand 2002 auf einem Rekordtief.
Auffallend ist die Entwicklung psychischer Erkrankungen. Lag deren Anteil an Krankheitstagen 1980 noch bei 2,5 Prozent, sind es heute 7,5 Prozent. Damit rangiert der Anteil an Arbeitsunfähigkeitstagen bei psychischen Erkrankungen zwar hinter Muskel- und Skeletterkrankungen mit 27,8 Prozent, Atemwegserkrankungen mit 16,2 Prozent und Verletzungen und Vergiftungen mit 14,8 Prozent, aber vor Verdauungserkrankungen mit 6,8 Prozent und Kreislauferkrankungen mit 4,9 Prozent. Außerdem stehen psychische Erkrankungen mit einer Fehlzeit von 29,3 Tagen an zweiter Stelle der am längsten dauernden Erkrankungen. Den ersten Platz nehmen Krebserkrankungen mit einer Fehlzeit von 32,7 Tagen ein.
Aus der Krankheitsartenstatistik des BKK Bundesverbandes für 2001 geht hervor, dass sich Ärzte, Apotheker, Chemiker, Physiker und Ingenieure am seltensten krankschreiben ließen. Sie fehlten im Jahresdurchschnitt 1,5 bis 3,4 Tage. Der berufliche Status hat danach großen Einfluss auf die Arbeitsunfähigkeit: Waren Arbeiter an 19 Tagen arbeitsunfähig, fehlten pflichtversicherte Angestellte 10,5 Tage und freiwillig Versicherte 7,8 Tage.
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